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Die „Geburtsstunde“ der heutigen enteralen Ernährung wurde im All gefeiert. Von der NASA wurde Anfang der 1960er Jahre bei der Firma Pfrimmer die Astronautenkost in Auftrag gegeben. Wichtig war eine bilanzierte Nahrung für Astronauten, die wenig Stauraum benötigte und weitestgehend „restlos“ verstoffwechselt wurde.

 

Aus diesen Erkenntnissen und Produkten entwickelte sich die moderne enterale Ernährung. Die Frühgeschichte der enteralen Ernährung geht sehr viel weiter zurück. Überlieferungen von ca. 3400 v. Chr. aus Ägypten erwähnen als Nährstoffklistiere: Absinth, Bier, Honig, Schafsmilch und Wein. Auch von griechischen Ärzten wurden Klistiere eingesetzt, bestehend aus Wein, Molke, Milch und Graupenschleim. Die rektale Ernährung wurde bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts durchgeführt – obwohl man bereits erkannt hatte, dass die Nährstoffe nicht in adäquatem Maße vom Körper aufgenommen wurden. Der wohl prominenteste Fall rektaler Ernährung war der 20. US-Präsident James A. Garfield (1831-1881), der nach einem Attentat über 79 Tage alle 4 Stunden rektal mit angedauter Fleischbrühe und Whisky ernährt wurde.

 

Technisch gab es über die Jahrhunderte jeweils große Fortschritte. Aus dem 12. Jahrhundert stammt eine Beschreibung über eine in den Rachenraum eingeführte Silberkanüle. 1598 wurde die orale Ernährung über eine mit einer Tierblase verbundenen Röhre beschrieben. 1617 wurde eine transnasale Ernährung mit einer Silbersonde erwähnt. Erste Berichte über flexible Sonden stammen aus dem Jahr 1644. 1695 erfolgte die Nahrungszufuhr erstmals über eine Injektionsspritze.

 

1858 gab es die erste direkte intrajejunale Ernährung mit Eiern, Mehl, Fleisch und Fleischbrühe. Allerdings gab es in dieser Zeit noch keine Erkenntnisse über den Nährstoffbedarf und die Nährstoffbilanzierung. Aus dem Jahr 1916 stammt die Erkenntnis, dass ein langsamer, kontinuierlicher Kostaufbau besser vertragen wird als große Mengen.

 

Anfang des 20. Jahrhunderts gab es dann große Fortschritte in Bezug auf die Infusion von Glukose, Fett und Aminosäuren sowie neue Erkenntnisse über den Aminosäurebedarf des Menschen. So war es in den 30er Jahren erstmals möglich, eine chemisch definierte, ernährungs-physiologisch komplette Diät herzustellen. Nach weiteren Untersuchungen war Anfang der 60er Jahre der Ansatzpunkt für die Entwicklung einer „Astronautenkost“ gegeben. Pioniere in Deutschland waren die Mainzer Prof. Dr. Bäßler und Prof. Dr. Dr. Lang sowie der Erlanger Dr. Werner Fekl, der bereits Anfang der 60er Jahre Symposien und Diskussionen zum Thema künstliche Ernährung durchführte.

 

Heute hat sich die enterale Ernährung vom Nährstoffklistier über die „Küchensonde“ zur modernen bilanzierten Diät für viele spezielle Indikationen entwickelt und geht teilweise bereits über die reine Ernährung hinaus. Auch in Zukunft sind Weiterentwicklungen bei Substraten, Verpackungsformen und Technik zu erwarten.

 

(Quelle: BV Med)


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